Stille. Tiefe, alles umhüllende Stille.

Bizarr ragen die kahlen, reifbedeckten Zweige in den Himmel, strecken sich nach den letzten rosaroten Strahlen der Sonne. Eisigblau dringt die Nacht herein, färbt den tagsüber gleißenden, glitzernden Schnee durchsichtig weiß.

Weit entrückt - Veränderung: Spürst du sie? Stimmung

Rauchglas, schemenhaft, wächsern.

Dunkel taucht ein Stück Kälte aus der Luft, verwebt sich mit dem Nebel; huschende Gestalten tanzen, schweben, treiben.

Ist´s ein Traum?

Welt, Wünsche, Winter - endlos treibende Gedanken.

Tiefer sinkt die Stille, der bonbonrosa Ball, verschmilzt in Zuckerwatte aufziehender Wolken, ausgelöscht für eine lange Nacht.

Wind, Schneefahnen, Nebelstreifen. Bin ich´s noch?
Staunen, Vergessen, alles verdrängende Gegenwart.

Kristalle klirren an den Bäumen, windbewegt verbreiten sie ein Lied. Die Melodie?

Einsam, klagend.

Weites, rosarotes Traumland. Nichts?

Weiter, noch weiter tritt der Horizont zurück, verneigt sich vor der Nacht, umfängt die leise wippenden Äste, saugt Stück für Stück in sich auf, bis wildes Schwarz den Traum verdrängt, herausbricht wie ein Ungetüm, losgerissen von der Stille.

Nachhall, Friede verebbt.

Langsames Abwenden, hin zur Realität. Was war geschehen?

Sekunden nur. Abenddämmerung, Bruchteil eines Friedens. In uns, um uns. Gedanken, leicht und sanft. Ein Hauch, unauslöschlich, immerwährend ...

Stille, Sekunden nur ...

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