Die Zeit enteilt. Leises Rauschen der Neonröhren. 

Kein Lärm von der Straße, nur das stete Surren der Bänder. 

Vereinzelt brennt noch Licht, das bald verlöscht. 

Nun ganz allein. 

Warm, man möchte schlafen. 

Doch der Druck, die Eile. 

Termin, Alltag, Hetze. 

Fast vergessen, so ruhig ist die Nacht. 

Leere Kaffeetassen, Endloslisten, Karten, Bänder. 

Wie lange noch? Wird`s diesmal klappen? 

Regen lässt die Straße glänzen, schimmern wie ein Traum. 

Hier Vernunft, Wachhalten, Arbeit, Zeit. 

Dort ein Hauch, ein Strahl, Gedanken nur, kaum erwogen, schon verflüchtigt wie der Atem eines Geisterwesens. 

Schwer die Last, die Hoffnung niederhält, doch dann der Sieg: mit fahler Morgenblässe weicht der Druck, Erleichterung und Freude werden stark. 

Zuversicht kommt mit dem neuen Tag. 

Es stimmt! 

Stetig wiederkehrende Zufriedenheit kämpft gegen körperliches Unbehagen. 

Zeit enteilt, was soll`s? 

Der nächste Morgen ist nicht fern. 

Schon dämmert das Regengrau über der erwachenden Stadt. 

Das Licht verschmilzt, wird aufgesogen von dem himmelhell der kommenden Stunden, der vorbeihuschenden Autos; wenig erst, dann immer mehr.

Ein Atem zieht durchs Haus. 

Lange Nacht, vom Tag besiegt, durch Erfolg gekrönt, endlich vorbei ---

 

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