Rauschen verebbt. Der Vorhang aus grauen Streifen zerreißt. 

Glasige Luft, würzig, geklärt. 

Duftende, dampfende Wiesen, wippende Gräser. 

Die Welt ruht aus vom Regen. Tropfen hängen an den Blättern wie Tränen an den Wimpern. 

Wolkenfetzen fliegen, fliehen. 

Große Fische schwimmen am Himmel dahin. Zuerst noch dicke: Wale, Delphine. Dann kleinere: Karpfen, Flunder - bauchig, schwarzgestreift. Schließlich nur noch dünne Aale; fließend, auflösend in Nichts. 

Zurück bleibt das blitzblanke Firmament, gekrönt durch den schönsten aller Regenbogen - schillernd, schimmernd, leuchtend wie Märchenfarben aus Tausendundeinernacht. 

Vom Zauberstab berührt glitzern sattgetrunkene Gräser wie besetzt mit Edelsteinen. Scharfgeschliffene Diamanten, funkelndes Wunderglas, blendende Dimension. 

Figuren, Formen erstrahlen in frischem Glanz. 

Vereinzelt fliehen noch Fische am Himmel, verfolgt von weißem Schäfchenweich - aprilfrisch - zauberweiß. 

Keine dieser Banalitäten kommt der traumhaft schönen Wirklichkeit gleich; keine noch so verwunschene Formel vermag den Reiz dieses aufkeimenden Erlebnisses auszudrücken. 

Zu kraftlos die Worte, zu wenig farbig der Film. 

Nur erfühlbar mit der Glut des Herzens, wundersam verwurzelt im Gefühl der Zeit. 

Jetzt, nur jetzt... 

Hier, nur hier.... 

 

 

Zum Seitenanfang
JSN Blank template designed by JoomlaShine.com